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Ein jüdisches Märchen

Die Puppenspielerinnen Vera Pachale, Angelica Bennert und ihre zehn Miniaturfiguren spielen ein Märchen über eine Ziege, die keine ist, und davon, wie sich Klugheit und Narrheit gleichen können. Das jüdische Märchen wurde mündlich überliefert aus dem jüdischen Schilda - der russischen Stadt Chelm.

Idee, Puppen: Vera Pachale
Spiel: Vera Pachale, Angelica Bennert
Dekoration und Ziegen: Matthias Illner / Anatoli Shahar
Musik: Igor Ginsburg
Spieldauer: 50 Minuten
Zuschauer: ab 3 Jahre


Der Lehrer aus Chelm (fast alles wissend) soll eine Ziege für seine kranke Frau kaufen. Nachdem er eine gute Milchziege ersteht, kehrt er ins Wirtshaus ein, wo der Wirt die Ziege heimlich gegen einen Ziegenbock vertauscht. Der ahnungslose Lehrer bringt den Bock seiner Frau, die außer sich gerät. Da der Lehrer den Viehhändler für einen Betrüger hält, will er den Bock reklamieren. Auf dem Weg in die Nachbarstadt kehrt er wieder ins Wirtshaus ein und erzählt alles dem Wirt, der den Bock listigerweise wieder umtauscht, so daß sich der Lehrer beim Viehhändler blamiert. Da er einen Beweis für den Kauf einer Ziege verlangt, händigt ihm der Rabbi, der alles beobachtet hatte, ein Zertifikat aus. Als der Lehrer abermals auf dem Rückweg war, wurde die Ziege wieder gegen den Bock umgetauscht, so daß er jetzt eien Bock mit Ziegenpaß hatte. Seine Frau schickte ihn zum Richter. Tja, Ende gut alles gut. Der Bock blieb beim Lehrer, denn niemand war schuldig. Das war ein Grund ein Fest zu feiern. Und wenn Ihr Lust habt, dann tanzt alle mit! Es scheint nämlich so, daß sich jede Ziege, die nach Chelm kommt, in einen Bock verwandelt.

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